News und Veranstaltungen

Symposium
Raum gesucht!

Am 30.11./1.12.2020 fand das erste Symposium im Haus am Schlossplatz statt, bei dem die Referentinnen und Referenten zusammen mit dem Auditorium eine Gemeinschaft bilden, die sich fachübergreifend mit den unterschiedlichsten Räumen beschäftigten. In Vorträgen, in Aktionen und Gesprächsrunden geht es darum, wie wir die in unserer heutigen Zeit fehlenden, so dringend gesuchten Räume gemeinsam finden, gestalten und schützen können um:

  • zu gesunden
  • zu reifen – zu wachsen
  • uns kreativ zu entfalten
  • uns authentisch zu begegnen
  • innezuhalten
  • sich selbst (wieder)zu finden
  • sich geborgen und sicher zu fühlen
  • Luft zu holen
  • auf unser Leben zu schauen
  • sich zu spüren
  • zu spielen, zu lachen und sich zu freuen
  • auszuruhen und sich zu erholen
  • die Seele „baumeln“ zu lassen
  • das Herz öffnen zu können
  • um Fragen zu stellen

Rainer Joachim Pieritz, Diplom Psychologe und Leiter des von ihm gegründeten Instituts für Konfliktmanagement und Lebensgestaltung „der ZwischenRaum“ (www.zwischenraum.org) in München, hat ein ZwischenRaum Manifest entworfen, in dem er Zwischenräume als Biotope des Menschseins bezeichnet. Sie bilden die Voraussetzung dafür, dass Menschen tief fühlen und denken. Er plädiert für Momente des Dazwischen um durchzuatmen, Abstand zu gewinnen, gelassen zu werden und sich situationsgemäß zu positionieren.

Während die Erde langsam als schützenswerter Raum im Bewusstsein einer zunehmenden Zahl von Menschen ankommt, ist der Raum der  „Privatsphäre“ des einzelnen Menschen immer ungeschützter, ist unser Leib kein „safe haven“ für uns, können wir Körper, Geist und Seele im alltäglichen Leben nur unzureichend schützen. Der Mangel an Selbst-Bewusstsein, Selbstwahrnehmung, Selbstführsorge der Menschen ist heute erschreckend – Verdrängung und Abspaltung sind die übliche Reaktion um leistungsfähig zu bleiben und die Normen unserer Leistungsgesellschaft zu erfüllen. Dr. med.Christian Büttner, Chefarzt der Anthroposophischen Privatklinik Haus am Stalten (www.stalten.de) berichtete über den Schutz innerer Räume, über eine „Ich-Stabilisierung“ von innen heraus referieren, und wie wir einen solchen Schutz durch eine vertiefte Selbstwahrnehmung und eine innere Abgrenzung erreichen können.

Die Biographie von Räumen spielt eine große Rolle in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, die sich auch dadurch entwickeln, dass sie ihre Lebensräume immer wieder erweitern, für sich neugestalten. Wir bilden und entwickeln uns, wie die Biographien von Künstlern und Forschern wie Carl Larsson und Carl Gustav Jung eindrucksvoll zeigen, in ständiger Wechselwirkung mit unserer räumlichen Umwelt. Einen Einblick hierein gewährt uns Prof. Pieter van der Ree, Stiftungsprofessor für Organische Architektur an der Alanushochschule und seit 2017 Kurator der Wanderausstellung (www.living-architecture.info). Zusammen mit seinen Studenten und Kursteilnehmern erforscht er mittels Zeichenübungen die Rolle, welche Räume in unserem äußeren und inneren Leben spielen, und wie wir unser Verhältnis zu ihnen, und dadurch indirekt auch unser Verhältnis zu uns selbst, bewusst gestalten können.

Elektrosmog, allergene Baustoffe, die Reizüberflutung der Metropolen und Tristesse der Vororte sind Alltag einer Gesellschaft geworden, die einerseits von sich behauptet zu den aufgeklärtesten und wohlständigsten der bisherigen Menschheitsgeschichte zu gehören, und andererseits Häuser, Schulen, Arbeitsstätten, Altenheime und Krankenhäuser produziert, welche sich als rentabilitätsorientierte Aufbewahrungshüllen weder zum Wohlfühlen, noch als gesundheitsförderliche Lebensräume des Menschen eignen. Paul Reeh entwickelt seit vielen Jahren als Architekt und Leiter von bpr architektur + design (www.bpr-architektur.de)  gesundheitsförderlicher Raumkonzepte zusammen mit Baugemeinschaften für Kindergärten, Schulen, Wohnanlagen, Kirchen, aber auch für Ingenieurbauten und Verkehrskonzepte des öffentlichen Raums. Er stellte aus salutogenetischer Sicht eine heute mögliche, den Menschen gesundende Architektur vor.

Joanna Korzeniewski (www.joannakorzeniewski.com) Dipl. KunstTherapeutin und freischaffende Künstlerin und Graphikerin lies als Teammitglied der Psychosomatik am Schlossplatz  in einem Workshop für alle Teilnehmer kreative Räume spürbar werden.

Ausstellung von
Angelika Zaunmüller

Kunstaustellung in der Psychosomatik am Schlossplatz von Angelika Zaunmüllers Malerei bis November 2019

„Seelenlandschaften“ haben Monika Spahl und ihr Team die Ausstellung meiner Gemälde zur Eröffnung der Psychosomatik am Schlossplatz genannt.

Voller Neugier und erwartungsfreudig betrete ich zum ersten Mal am 26.6. diese große Villa, in der ich sehr herzlich empfangen werde.

Da ich bei der Hängung leider nicht dabei sein konnte, bin ich sehr überrascht und berührt, wie stimmig die Gemälde ausgesucht und platziert wurden und dadurch den Blick des Betrachters immer wieder auf sich ziehen. Die hier gezeigten Arbeiten sind Farbkompositionen, die eine Entwicklung über einen Zeitraum von zehn Jahren zeigen. In diesen experimentellen Bildern werden Farbschichten gespachtelt oder übermalt. Verschiedene Schichten erzeugen durch Überlagerung Weite und Tiefe, in denen die Farbe eine überstrahlende Kraft gewinnt, die Farbe die treibende Kraft ist. Der Entstehungsprozess ist die malerische Suche nach Ruhe und Konzentration. Dabei soll der Pinselstrich bewusst sichtbar sein. Die Kompositionen sollen einerseits Ruhe, einen Schwebezustand, andererseits auch innere Kraft ausstrahlen oder ein Wechselspiel von Konzentration und Auflösung. „Die Konstellationen, die auf diesen Bildern sichtbar werden, regen zu Wahrnehmungsprozessen an, in denen das Zusammenspiel zwischen kontrollierter und sich selbst organisierender Dynamik beim Wahrnehmen und Erkennen unmittelbar erfahrbar wird.“ (Prof. Dr. Klaus Willmes von Hinckeldey, Ausstellungseröffnung 2000 in Trier) Die hohen Räume der denkmalgeschützten Gründerzeitvilla mit wunderschönem originalem Parkett sind dezent mit alten Biedermeiermöbeln ausgestattet, sie strahlen eine beeindruckende Ruhe aus und stehen in einer harmonischen Beziehung zu meinen abstrakten Bildern.

Ich kann mir vorstellen, dass nicht nur ich hier gerne länger und in Ruhe verweilen möchte, sondern auch die Patienten an diesem Ort in Ruhe zu sich finden können und Kraft tanken können.

Angelika Zaunmüller

Einweihungsfeier
am 15. Juni 2019

Einweihungsfeier der Psychosomatischen Ambulanz am Schlossplatz in Badenweiler am 15. Juni 2019

Eindrücke von Christel Maurer (Autorin «Beseelte UnternehmerInnen»):

Welch ein Erlebnis! Die Einweihungsfeier der Psychosomatik am Schlossplatz in Badenweiler!

Aus vielerlei Hinsicht waren dieser Nachmittag und Abend überaus beeindruckend und belebend. Schon das Gebäude, eine wunderschön renovierte Vorgründerzeit Villa am Schlossplatz, ist ein Phänomen. Es ist Dr. med. Monika Spahl, Gründerin der Psychosomatischen Ambulanz, gelungen, in den eleganten und sehr geschmackvoll gestalteten Räumlichkeiten eine aussergewöhnlich wohltuende Atmosphäre zu zaubern. Monika Spahl und ihr Team empfangen die Gäste mit einer selten gewordenen menschlichen Herzlichkeit, so dass sich die zahlreichen Anwesenden wahrlich willkommen fühlen. Ein ganz besonderes Wohlbehagen stellt sich in dieser Atmosphäre ein, ganz so, als ob sich - scheinbar wie von selbst - die eigene Seele öffnet und entfalten mag. Diese einzigartige, sehr angenehme und lichtvolle Umgebung lässt die Potenziale einer besseren Welt erahnen, in der es selbstverständlich ist, dass Menschen im Einklang mit ihrem innersten Wesen handeln und weckt die Sehnsucht, diese Art des Seins und Lebens im eigenen Alltag aufleben zu lassen.  

Nicht nur die kulinarischen Köstlichkeiten waren ein Genuss, sondern auch das Programm des Tages. Schauspieler Martin Lunz brachte mit seinen charmanten wie geistreichen Inputs das Publikum zum Lachen. Grossen Anklang fand auch die von Maura Rickenbach interpretierte fünfte Suite für Solo Cello von Johann Sebastian Bach. Zwischendurch boten sich den Anwesenden immer wieder ausreichend Gelegenheiten zu intensivem Austausch, die rege genutzt wurden. Die abendliche Gesprächsrunde mit den Podiumsgästen widmete sich der Frage, wie ein Mensch in unserer herausfordernden Zeit am besten einem Burnout-Syndrom vorbeugen kann. Dabei entstand ein fruchtbarer Austausch mit dem Publikum, in dem – im Kontext einer immer komplexer werdenden Welt, in der wir zunehmend auch kollektiv an Grenzenstossen –  in der Diskussion die persönliche Verantwortung des einzelnen immer mehr in den Fokus rückte: Neben den Limitierungen die heute vielfältigen Möglichkeiten zu sehen, der eigenen Berufung zu folgen und dabei das eigene Wohlergehen nicht ausser Acht zulassen. Dazu braucht es immer wieder den Mut Neues zu wagen und sich von Begrenzendem zu lösen, um den eigenen Weg zu finden und ihm zu folgen. Dadurch kann es dann auch gelingen, positive gesellschaftliche Veränderungen im Kleinen oder auch im Grossen anzustossen.

Welch eine Feier in aussergewöhnlichem Ambiente – perfekt ergänzt durch die Werke von Angelika Zaunmüller und Joanna Korzeniewski. Dieses Haus stellt wegen der Räumlichkeiten und aufgrund des besonderen Geistes in dieser Umgebung die üblichen Vorstellungen einer Psychosomatischen Ambulanz weit in den Schatten.  

Mögen noch viele Menschen diesen wundervollen und heilsamen Ort entdecken und geniessen!Ich wünsche Monika Spahl und ihrem Team gutes Gelingen und freudigen Erfolg beider Umsetzung ihres Herzensprojektes!  

Christel Maurer, im Juli 2019

Gastgeberin & Team:
Dr. med. Monika Spahl,
Beate Immler
(Körpertherapeutin),
Joanna Korzeniewski (Kunsttherapeutin),
Michaela Mayer (Heilpraktikerin und Physiotherapeutin)
KarenWaugh
(Bewegungs- und Körpertherapeutin),
Christina Diallo
(Körper- undTanztherapeutin) 

Mitwirkende des Tages:
Schauspieler: Martin Lunz
Cellistin: Maura Rickenbach
Malerin: Angelika Zaunmüller, Johanna Korzeniewski
Podiumsgäste: Dr. Christian Büttner (ChefarztPrivatklinik Haus am Stalten), Christina Granacher (BEGAMO – gesunde Unternehmenskultur), Ingeborg Lambert-Sennrich (Psychotherapeutin), Christel Maurer (Autorin «Beseelte UnternehmerInnen»), Paul Reeh (Architekt ganzheitlicher Projektentwicklung) 

Psychosomatik Badenweiler

Psychosomatik Badenweiler